Die finanzielle Situation der Stadt Rodgau beschäftigt derzeit viele Bürgerinnen und Bürger. Im Rahmen der aktuellen Haushaltsberatungen stehen unter anderem eine rückwirkende Erhöhung der Grundsteuer sowie eine deutliche Anhebung der Hundesteuer im Raum. Diese Pläne würden zahlreiche Haushalte unmittelbar finanziell belasten.
Als FDP Rodgau sehen wir diese Entwicklung kritisch.
Gerade in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten, hoher Energiepreise und einer weiterhin angespannten wirtschaftlichen Lage sollten zusätzliche Steuerbelastungen nur das allerletzte Mittel sein. Familien, Seniorinnen und Senioren, Arbeitnehmer sowie Hundebesitzer stehen bereits heute vor erheblichen finanziellen Herausforderungen.
Wir sind der Auffassung, dass zunächst alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden sollten, den städtischen Haushalt effizienter zu gestalten. Dazu gehören eine sorgfältige Prüfung der Ausgaben, die Identifizierung von Einsparpotenzialen sowie eine transparente Darstellung der finanziellen Situation der Stadt. Erst wenn diese Möglichkeiten umfassend geprüft wurden, darf über zusätzliche Belastungen der Bürgerinnen und Bürger gesprochen werden.
Besonders kritisch sehen wir die geplante rückwirkende Erhöhung der Grundsteuer. Bürgerinnen und Bürger müssen sich auf die Entscheidungen ihrer Kommune verlassen können. Rückwirkende Steuererhöhungen schaffen Unsicherheit und erschweren eine verlässliche finanzielle Planung.
Aus diesem Grund begrüßen und unterstützen wir die aktuell gestartete Petition gegen die geplanten Steuererhöhungen. Sie gibt den Menschen in Rodgau die Möglichkeit, ihre Meinung deutlich zum Ausdruck zu bringen und ein Zeichen für eine verantwortungsvolle Finanzpolitik zu setzen.
Wir teilen insbesondere folgende Forderungen der Petition:
- Verzicht auf die rückwirkende Erhöhung der Grundsteuer
- Rücknahme der geplanten Verdoppelung der Hundesteuer
- Konsequente Prüfung von Einsparpotenzialen innerhalb der Stadtverwaltung und bei freiwilligen Ausgaben
- Mehr Transparenz über die finanzielle Lage der Stadt
- Eine Politik, die die Interessen der Bürgerinnen und Bürger stärker in den Mittelpunkt stellt
Rodgau braucht aus unserer Sicht eine solide und nachhaltige Haushaltspolitik. Steuererhöhungen dürfen nicht zur Standardlösung werden, wenn finanzielle Herausforderungen entstehen. Eine verantwortungsvolle Finanzpolitik beginnt mit einem sparsamen Umgang mit den vorhandenen Mitteln.
Wenn auch Sie der Meinung sind, dass die Bürgerinnen und Bürger nicht die Hauptlast der aktuellen Haushaltsprobleme tragen sollten, informieren Sie sich über die Petition und unterstützen Sie diese mit Ihrer Unterschrift.
Gemeinsam können wir ein Zeichen für mehr finanzielle Vernunft und eine bürgernahe Politik in Rodgau setzen.



