Auf Initiative des Kreiselternbeirats haben wir uns zu zentralen schulpolitischen Themen umfassend positioniert.
Nachfolgend stellen wir unsere Antworten dar. Diese geben die schulpolitische Haltung der FDP auf Kreisebene wieder und gelten entsprechend auch für den Ortsverband FDP Rodgau.
1. Welche drei schulbezogenen Themen haben für Ihre Fraktion in der kommenden Wahlperiode oberste Priorität – und warum?
Verlässliche Betreuung und Ganztag – damit Bildung im Alltag wirklich funktioniert Wir Freie Demokraten wollen eine Schule, die nicht nur im Stundenplan gut klingt, sondern im echten Leben funktioniert: mit verlässlicher Betreuung, bedarfsgerechtem Ganztag und klaren Zuständigkeiten. Ganztagsangebote und Ganztagsschulen sollen dort ausgebaut werden, wo Schulen es wollen und Familien sie brauchen – nicht nach ideologischer Quote, sondern nach realem Bedarf vor Ort. Der Kreis muss dafür als Schulträger rechtzeitig die Räume schaffen und Planungssicherheit herstellen. Dazu gehört für uns auch: Service statt Zuständigkeits-Wirrwarr. Familien dürfen nicht zwischen Kreis, Kommune, Schule und Jugendhilfe hin- und hergeschickt werden. Wir wollen weniger Bürokratie, klare Ansprechpartner und eine Zusammenarbeit, die Probleme schnell löst. Unterstützende Angebote wie Schulsozialarbeit, gute Übergänge und verlässliche Strukturen helfen genau dort, wo es im Alltag oft entscheidet.
Warum ist das für die FDP ein Top-Thema?
Weil verlässliche Betreuung und ein funktionierender Ganztag Freiheit ermöglichen: für Kinder durch bessere Bildungschancen, für Eltern durch echte Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das ist für uns keine Nebensache, sondern ein Kern liberaler Politik: Chancen schaffen, Eigenverantwortung ermöglichen, Alltag entlasten.
2. Was tut unsere Fraktion konkret, um die Schulen im Kreis und vor Ort zu verbessern?
Für uns Freie Demokraten gilt: Schulen müssen im Alltag funktionieren – für Kinder, Eltern und Lehrkräfte. Dabei sind die Zuständigkeiten zwar verteilt (Kreis, Kommune, Land), aber für Familien zählt nur eines: dass es zuverlässig läuft. Genau dafür machen wir konkrete, pragmatische Politik – ohne Ideologie, mit klaren Prioritäten und messbaren Verbesserungen.
a) Die Nachmittagsbetreuung für Grundschulkinder (Quantität und Qualität)
Wir setzen uns für einen bedarfsgerechten Ausbau von Ganztagsangeboten und Nachmittagsbetreuung ein – dort, wo Familien es brauchen und Schulen es wollen. Für uns zählt nicht die Quote auf dem Papier, sondern ein Angebot, das im Alltag wirklich verlässlich und bedarfsgerecht ist. Konkret heißt das:
• Mehr Plätze schaffen, bevor der Rechtsanspruch zum Chaos vor Ort führt
• Rechtzeitig Räume planen und bauen (nicht wieder improvisieren)
• Klare Zuständigkeiten zwischen Kreis, Kommune und Trägern
• Qualität mitdenken: Hausaufgabenbetreuung, Bewegung, Lernzeiten, Kooperation mit Vereinen/Musikschule
• Weniger Bürokratie für Träger, damit Zeit und Geld bei den Kindern ankommen
Unser liberaler Maßstab: Verlässlichkeit für Familien und echte Wahlfreiheit, wie Betreuung vor Ort organisiert wird.
b) Die Sicherheit der Schulwege
Schulwege müssen sicher sein – aber mit praktischen Lösungen statt Symbolpolitik. Wir wollen keine ideologischen Verkehrskämpfe, sondern sichere Wege für alle: zu Fuß, mit dem Rad, mit Bus oder Elterntaxi. Konkret heißt das:
• Schulweg-Checks mit Schulen, Eltern, Polizei und Verwaltung
• Gefährliche Stellen gezielt entschärfen: sichere Querungen, bessere Beleuchtung, klare Markierungen, bessere Sichtachsen
• Smarte Ampelschaltungen und Verkehrssteuerung an neuralgischen Punkten
• Wo nötig: klare Bring- und Holzzonen, damit es vor Schulen nicht chaotisch wird
• Sichere Rad- und Fußverbindungen zur Schule, statt Stückwerk
Unser Ansatz ist dabei FDP-typisch: datenbasiert und standortbezogen – nicht mit pauschalen Verboten, sondern mit Maßnahmen, die nachweislich Sicherheit erhöhen.
c) Die Schultoiletten
Schultoiletten sind kein Nebenthema, sondern eine Frage von Würde, Gesundheit und Lernumgebung. Wer hier spart, spart am falschen Ende. Konkret heißt das:
• Verbindliche Sanierungs- und Instandhaltungspläne statt Dauer-Reparaturen
• Regelmäßige Reinigung mit klaren Standards und nachvollziehbarer Kontrolle
• Schnellere Mängelbehebung durch klare Ansprechpartner und kurze Wege
• Bei Sanierungen: robuste, pflegeleichte Ausstattung und gute Belüftung
• Schulen mehr Handlungsspielraum bei kleinen Sofortmaßnahmen geben
Für uns gilt: Funktionierende Schulgebäude sind Kernaufgabe des Schulträgers – nicht Luxus.
d) Die Kapazitäten in den Schwimm- und Sporthallen
Schwimmen und Sport sind Teil von Bildung, Gesundheit und Sicherheit. Deshalb brauchen Schulen verlässliche Hallen- und Wasserzeiten – nicht nur auf dem Papier. Konkret heißt das:
• Transparente Bedarfsplanung für Sporthallen- und Schwimmzeiten im Kreis
• Errichtung eines Lehrschwimmbeckens nach Möglichkeit zentral im Kreis gelegen – ausschließlich fürs schulische Schwimmenlernen ohne Schnickschnack (kein Spaßbad). Kooperative Nutzung durch Schwimmsportvereine nach Schulschluss.
• Sanierungen und Neubauten nach klarer Prioritätenliste, nicht nach Lautstärke
• Bei Engpässen: interkommunale Abstimmung und bessere Auslastung vorhandener Kapazitäten
• Neubauten/Erweiterungen mitdenken: Schule + Verein + Ganztag
• Wo sinnvoll: modulare Bauweisen, um schneller zusätzliche Kapazitäten zu schaffen
Unser liberaler Anspruch: Investitionen dort, wo sie echten Nutzen bringen – gerade bei Infrastruktur, die täglich gebraucht wird.
e) Die Förderung digitaler Kompetenzen
Digitale Bildung heißt für uns nicht: Geräte verteilen und fertig. Entscheidend ist, dass Technik funktioniert und dass Kinder lernen, sie kompetent und verantwortungsvoll zu nutzen. Konkret heißt das:
• Zuverlässige digitale Ausstattung und stabiles WLAN an allen Schulen
• Endgerätezugang für alle Kinder, unabhängig vom Einkommen der Eltern
• Professionelles IT-Management durch den Kreis: Wartung, Support, schnelle Reparaturen
• Medienkompetenz verbindlich stärken: Quellen prüfen, Datenschutz, Social-Media, Fake News
• Fortbildungen für Lehrkräfte – auch pragmatisch und schulnah organisiert
• KI-Kompetenz schrittweise mitdenken: Chancen nutzen, Risiken verstehen
FDP-Kernpunkt: Digitale Kompetenz ist Freiheitskompetenz – sie schützt vor Risiken, Manipulation und schafft echte Chancen.
f) Die Verbesserung von Inklusion, auch beim Schulessen
Für uns ist Inklusion keine Ideologie und keine Quote, sondern die Frage: Was ist die beste Lösung für das einzelne Kind? Maßstab sind Bedürfnisse und Praxistauglichkeit. Konkret heißt das:
• Inklusion dann stärken, wenn Schulen dafür personell und räumlich ausgestattet sind
• Bessere Abstimmung zwischen Schule, Jugendhilfe, Eltern und Trägern
• Unterstützungsangebote so organisieren, dass Teams nicht überfordert werden
• Barrierefreie und praktikable Lösungen beim Schulessen:
o zugängliche Mensa-Strukturen
o verlässliche Unterstützung für Kinder mit Einschränkungen
o klare Kennzeichnung bei Allergien/Unverträglichkeiten
o organisatorisch passende Abläufe (z. B. genug Zeit, ruhige Rahmenbedingungen)
• Weniger Bürokratie bei Hilfen, mehr Fokus auf das, was im Schulalltag wirklich funktioniert Unser liberaler Ansatz: individuelle, (schul-)kindgerechte Lösungen, statt starrer Vorgaben.
g) Die Verbesserung der mentalen Gesundheit von Lehrkräften und Lernenden
Leistung braucht ein gutes Umfeld. Wer will, dass Schule besser wird, muss auch die Belastungen im Alltag ernst nehmen – bei Schülerinnen und Schülern genauso wie bei Lehr- und Betreuungskräften. Konkret heißt das:
• Schulsozialarbeit flächendeckend stärken, besonders an Grundschulen
• Prävention ausbauen: Konflikttraining, Suchtprävention, Gewaltprävention, Mobbingprävention
• Bessere Vernetzung von Schule, Jugendhilfe und Beratungsangeboten
• Lehrkräfte entlasten, wo der Kreis zuständig ist: funktionierende Gebäude, funktionierende IT, schnelle Unterstützung statt Zusatzärger
• Schulen sollen verlässliche Ansprechpartner für Krisen- und Belastungssituationen haben
FDP-Perspektive: Nicht immer neue Programme aufsetzen, sondern die vorhandenen Hilfen wirksam machen, vernetzen und konkret entlasten.
h) Den Ausbau der Schulen sowie Begrünung und Beschattung
Wir wollen zukunftssicher planen, statt improvisieren. Schulbau muss vorausschauend erfolgen – mit Blick auf Schülerzahlen, Ganztag, Klimaresilienz und Aufenthaltsqualität. Konkret heißt das:
• Regelmäßige, transparente Schulentwicklungsplanung (mindestens alle drei Jahre)
• Klare Prioritäten bei Sanierung, Erweiterung und Neubau
• Raus aus Containern, rein in dauerhafte, moderne Lernorte
• Wo sinnvoll: schnelle, nachhaltige Modulbauweise (z. B. auch Holzmodule)
• Schulhöfe und Außenflächen schrittweise klimaangepasst gestalten wo möglich:
o mehr Begrünung
o mehr Schatten/Beschattung
o bessere Aufenthaltsqualität bei Hitze
• Gebäude modernisieren mit Blick auf Energieeffizienz und Alltagstauglichkeit
Die Schulgebäude im Kreis Offenbach befinden sich dank „PPP“ in einem guten Allgemeinzustand. Diesen wollen wir erhalten und fortschreiben, sanieren sowie bedarfsgerecht ausbauen. Der Schulbau darf nicht (wieder) zum finanziellen Steinbruch für die Kreisfinanzen werden. Unser liberaler Maßstab: Investitionen mit langfristigem Nutzen – für Bildung, Klima-Anpassung und kommunale Finanzen.
Unser Grundsatz als Freie Demokraten Wir wollen Schulen, die verlässlich funktionieren, Freiheit ermöglichen und Chancen verbessern. Dafür braucht es:
• klare Zuständigkeiten
• weniger Bürokratie und mehr praktische Einbindung der Schulgemeinden
• mehr kommunale und schulische Gestaltungsspielräume
• eine Politik, die Ergebnisse misst und offen auswertet, anstatt nur neue Regeln zu produzieren
So wird Schule im Kreis Offenbach besser – pragmatisch, modern und alltagstauglich.
Konkretisierung der Fragen und Themenpunkte
1. Welche drei schulbezogenen Themen haben für Ihre Fraktion in der kommenden Wahlperiode oberste Priorität – und warum?
Unsere drei schulpolitischen Prioritäten 2026–2031 – und warum
Für uns Freie Demokraten gilt: Bildung hat Priorität – gerade in Zeiten knapper Kassen. Denn wenn der Kreis bei Schulen nicht funktioniert, merken das die Familien jeden Tag. Unser Maßstab ist deshalb liberal und pragmatisch: klare Zuständigkeiten, messbare Qualität, weniger Bürokratie und verlässliche Infrastruktur.
a) Schulbau, Sanierung und Ganztagsfähigkeit – vorausschauend statt improvisiert
Die größte Herausforderung der kommenden Wahlperiode ist aus unserer Sicht: steigende Schülerzahlen und Ganztagsanspruch ab 2026 und knappe Baukapazitäten. Darauf kann man nicht mit ContainerDauerlösungen reagieren. Unsere Priorität: Ein verlässlicher, fortgeschriebener Schulentwicklungs- und Investitionsplan, der rechtzeitig baut, erweitert und saniert – inklusive Ganztagsräumen, Sport- und Bewegungsflächen sowie klimaangepassten Schulhöfen (Begrünung/Beschattung). Warum Priorität #1? Weil ohne Räume nichts funktioniert: kein Ganztag, keine Inklusion, kein guter Unterricht, keine Entlastung für Familien.
b) Verlässliche Grundschulbetreuung und Ganztag in guter Qualität – Freiheit im Alltag ermöglichen
Wir Freie Demokraten sehen den Ganztag nicht als Verwaltungsprojekt, sondern als Freiheitsversprechen im Alltag: für Kinder durch bessere Chancen, für Eltern durch echte Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Unsere Priorität: Bedarfsorientierter Ausbau der Nachmittagsbetreuung und Ganztagsangebote – dort, wo Familien sie brauchen und Schulen sie wollen. Dazu gehören auch klare Zuständigkeiten, weniger Reibungsverluste zwischen Kreis, Kommunen und Trägern sowie eine bessere Verzahnung mit Schulsozialarbeit, Inklusion und Schulessen. Warum Priorität #2? Weil der Rechtsanspruch ab 2026 nur dann ein Fortschritt ist, wenn er vor Ort auch praktisch funktioniert – verlässlich, bezahlbar und qualitativ sinnvoll.
c) Digitale Schule, die funktioniert – plus Medienkompetenz statt Gerätesymbolik
Digitale Bildung ist für uns nicht „Tablet-Foto für die Presse“, sondern ein Kern moderner Bildungspolitik. Gerade bei Lehrkräftemangel müssen Schulen durch funktionierende Systeme entlastet werden – nicht durch kaputte Technik zusätzlich belastet werden. Unsere Priorität: Verlässliche digitale Infrastruktur, professionelles IT-Management durch den Schulträger, Endgerätezugang für alle und verbindliche Förderung von Medienkompetenz (Quellenkritik, Datenschutz, Social Media, KI-Kompetenz). Warum Priorität #3? Weil digitale Kompetenz heute Chancenkompetenz und Schutzkompetenz zugleich ist – und weil funktionierende IT-Lehrkräfte konkret entlastet.
2. Was tut Ihre Fraktion konkret, um die Schulen im Kreis und speziell in Ihrer Kommune zu verbessern in Bezug auf:
2.1. Die Nachmittagsbetreuung für die Grundschulkinder (Quantität und Qualität)
Ab August 2026 gilt bundesweit der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder. Für uns Freie Demokraten ist klar: Der Ganztagsanspruch ab 2026 darf nicht zum Bürokratieversprechen werden, sondern muss im Alltag zuverlässig funktionieren. Ganztag ist für uns ein Freiheits- und Chancenversprechen – für Kinder und für Eltern.
Wie viele Betreuungsplätze stehen bis 2029 zur Verfügung?
Wir beantworten diese Frage datiert und transparent auf Basis der tatsächlichen Schul- und Kinderzahlen vor Ort. Dafür fordern wir ein kommunenscharfes Ganztags-Monitoring mit:
• prognostizierten Schülerzahlen bis 2029,
• vorhandenen Plätzen je Grundschulstandort,
• geplanter Ausbaukapazität,
• jährlichem Fortschrittsbericht.
Unser Ziel: Die Planungszahlen müssen öffentlich nachvollziehbar sein – nicht erst dann, wenn Wartelisten entstehen.
Wie stellen wir ausreichend Plätze (Ausbauquote 90%) bis 2029 sicher?
Wir setzen auf vorausschauende Planung statt Notlösungen. Konkret:
• Ausbauquote 90% bis 2029 als verbindlicher Planungsmaßstab
• bis spätestens 2027: Standortbezogene Ausbaupläne für alle Grundschulen (Räume, Träger, Personal, Zeitplan)
• frühzeitige Bau-/Erweiterungsplanung durch den Schulträger (keine Container als Dauerzustand)
• klare Zuständigkeiten zwischen Kreis, Kommune und Trägern • Priorisierung von Ganztagsräumen im Haushalt
• wo sinnvoll und machbar: modulare/schnelle Bauweisen für zusätzliche und ggfs. wiederverwendbare Kapazitäten
Wie sichern wir die Qualität der Betreuung?
Für uns zählt nicht nur „ein Platz“, sondern ein verlässliches und pädagogisch sinnvolles Angebot. Konkret:
• verbindliche Qualitätsstandards für Betreuung, Lernzeiten, Bewegung und Rückzugsmöglichkeiten
• gute Raumkonzepte (Essensbereich, Lernbereich, Bewegungsflächen, Ruhebereiche)
• Nutzung der Schulraumkapazitäten für Betreuung und Ganztag im Raumkonzept
• qualifiziertes Personal und planbare Teams
• weniger Bürokratie für Träger, damit mehr Zeit bei den Kindern ankommt
• Kooperation mit Schule, Eltern und Jugendhilfe
• jährliches Qualitätsmonitoring (Ausfallquoten, Verlässlichkeit, Elternfeedback)
Beitragsfreiheit oder soziale Staffelung?
Wir Freie Demokraten setzen den Schwerpunkt auf Qualität und Verlässlichkeit statt auf teure Symbolpolitik. Unsere Position:
• Soziale Staffelung bedeutet hohen Verwaltungsaufwand und Bürokratie ohne praktischen Mehrwert in Bezug auf Betreuungsqualität und Verlässlichkeit
• Pauschale Beitragsfreiheit muss im größeren politischen Kontext diskutiert werden. Ein Flickenteppich sollte hier vermieden werden und die finanzielle Ausstattung der Kommunen muss gesichert sein. Ein Verlust an Betreuungsqualität oder Verlässlichkeit wäre kein Gewinn.
• Unterstützung für Familien, die entsprechende Bedarfe haben
• Ausreichend Mittel für Qualität, Personal und Räume
Denn eine formal „kostenfreie“ Betreuung hilft wenig, wenn Plätze fehlen oder die Qualität nicht stimmt.
Rolle von Vereinen, Musikschulen und außerschulischen Trägern
Eine sehr große. Schule ist mehr als Unterricht. Wir wollen:
• verlässliche Kooperationen mit Vereinen, Musikschule, Feuerwehr, Bibliotheken, sozialen Trägern
• mehr Bewegung, Kultur, praktische Angebote im Ganztag
• unbürokratische Rahmenvereinbarungen statt komplizierter Einzelfalllösungen
Das ist FDP-Politik ganz praktisch: mehr Chancen durch Vernetzung vor Ort.
2.2 Sicherheit der Schulwege
Für uns gilt: Schulwege müssen sicher sein – ohne ideologische Verkehrskämpfe. Wir wollen Lösungen, die vor Ort nachweislich funktionieren. Wir setzen auf einen Werkzeugkasten statt auf pauschale Einheitslösungen. Konkrete Maßnahmen zur Schulwegsicherheit:
• regelmäßige Schulweg-Checks mit Schulen, Eltern, Polizei und Verwaltung
• sichere Querungen, bessere Beleuchtung, klare Markierungen, freie Sichtachsen
• gezielte Verkehrsberuhigung (auch baulich) an Problemstellen
• sichere Fuß- und Radwegeverbindungen zur Schule
• geordnete Bring- und Holbereiche, damit Elterntaxi-Chaos reduziert wird
• smarte Ampelschaltungen und digitale Verkehrssteuerung, wo sinnvoll
Temporäre Schulstraßen (Sperrung vor Unterrichtsbeginn)?
Wir unterstützen temporäre Schulstraßen dort, wo sie sinnvoll sind – nicht pauschal, sondern standortbezogen und mit klarer und transparenter Evaluation. Unser Ansatz:
• Pilotprojekte an geeigneten Standorten
• Ständige Begleitung durch Verkehrsdaten und Rückmeldungen von Schule/Eltern/Anwohnern
• Entscheidung über Beibehalt/Rückbau/Ausbau nach Wirkung auf Sicherheit und Verkehrsfluss
Umwelt- und Klimaschutz mit Schulwegsicherheit verbinden
Das passt gut zusammen, wenn man es pragmatisch macht. Konkret:
• sichere Fußwege und Radwege zuerst verbessern
• gute und sichere Fahrradabstellanlagen (auch für Scooter) an Schulen
• Schulwegkonzepte, die Fuß- und Radverkehr attraktiver machen
• Anbindung an Bus/ÖPNV mit sicheren Umsteigepunkten
• freiwilliges umsteigen erleichtern, statt Menschen belehren
2.3 Schultoiletten
Schultoiletten sind kein Randthema, sondern eine Frage von Würde, Hygiene und Lernqualität.
Standards für Hygiene, Wartung und Kontrolle
Wir wollen verbindliche Standards statt „zuständig, aber keiner fühlt sich verantwortlich“
• feste Reinigungsstandards mit dokumentierten Intervallen
• regelmäßige technische Kontrolle (Wasser, Lüftung, Beschädigungen)
• klare Zuständigkeiten und feste Reaktionszeiten bei Mängeln
• Thematisierung und Sensibilisierung im Unterricht
• robuste, pflegeleichte Ausstattung bei Sanierungen
Verbindliches Sanierungsprogramm mit Zeitplan?
Ja – geplant und gestuft nach Bedarfen und Dringlichkeit. Unsere Forderung:
• ein Sanierungsprogramm Schultoiletten mit Prioritätenliste, Zeitplan und Budget
• Veröffentlichung des Fortschritts (welche Schule, welcher Stand, wann fertig)
• keine Dauer-Reparaturpolitik ohne Gesamtkonzept
Einbeziehung von Schülervertretungen und Eltern
Ja – sinnvoll und strukturiert. Das verbessert Qualität und Akzeptanz. Konkret:
• regelmäßige Rückmeldeschleifen mit SV und Schulelternbeirat
• Sensibilisierung und Thematisierung in Unterricht und SV
• niedrigschwelliges Mängelmeldesystem
• standardisierte Begehungen (z. B. 1–2x jährlich) mit Schulleitung/Träger
2.4 Kapazitäten in Schwimm- und Sporthallen
Schwimmen und Sport sind Bildungs-, Gesundheits- und Sicherheitsfragen. Gerade bei steigenden Nichtschwimmerquoten darf hier nicht weiter improvisiert werden.
Wie sichern wir ausreichende Schwimmzeiten für Schulen?
• kreisweite Bedarfs- und Auslastungsanalyse für Schwimmzeiten
• Priorisierung von Schulschwimmen in der Belegungsplanung
• bessere Abstimmung zwischen Kreis, Kommunen, Bädern und Schulen
• Perspektivisch ein reines Lehrschwimmbecken nach Möglichkeit zentral im Kreis
• zusätzliche Förderzeiten für Kinder mit Nachholbedarf
Neubau oder Sanierung von Schwimm- und Sporthallen?
Wir wollen eine verbindliche Prioritätenliste auf Basis des tatsächlichen Bedarfs. Konkret:
• Sanierung vor Verfall
• Neubau/Erweiterung dort, wo Kapazitäten nachweislich fehlen
• Planung immer mit Blick auf Schule + Verein + Ganztag
• wirtschaftliche, zügige Bauweise (wo sinnvoll modular)
Nutzungskonflikte zwischen Schulen und Vereinen
Nicht gegeneinander, sondern miteinander und klar organisiert/strukturiert. Unser Ansatz:
• transparente Belegungsregeln
• frühzeitige Abstimmung mit Vereinen
• bessere Ausnutzung vorhandener Zeiten
• bei Engpässen: zusätzliche Kapazität schaffen statt nur verteilen
Verpflichtende Schwimmförderprogramme für Grundschulkinder?
Wir unterstützen das Ziel klar: Jedes Kind soll (muss) schwimmen lernen. Da die Lehrpläne Landessache sind, setzen wir auf:
• verlässliche Schwimmzeiten
• Förderangebote für Nichtschwimmer
• enge Kooperation mit Schulen und Vereinen
• zusätzliche Kurse dort, wo Defizite bestehen
2.5 Förderung digitaler Kompetenzen
Digitale Bildung ist für uns kein Technikprojekt, sondern eine Zukunftsaufgabe. Entscheidend ist: Technik muss funktionieren – und (Schul-)Kinder müssen sie kompetent und sicher nutzen können. Nachhaltige Sicherung digitaler Infrastruktur (WLAN, Endgeräte, Wartung, IT-Support) Wir wollen weg vom punktuellen Förderprogramm-Denken hin zu einer dauerhaften Grundfinanzierung.
• verlässliche Haushaltsmittel für Schul-IT (nicht nur Einmalförderung)
• professionelles IT-Management durch den Schulträger
• klare Supportstrukturen und feste Ansprechpartner vor Ort oder zumindest zentral
• regelmäßige Erneuerungszyklen statt Technikverschleiß bis zum Ausfall
• Service-Level mit transparentem Reporting für Reparaturen und Störungen
Unterstützung bei Medienbildung und KI-Tools
• Medienbildung verbindlich im Schulalltag stärken (Quellenkritik, Datenschutz, Fake News)
• Fortbildungsangebote für Lehrkräfte – praxisnah und dauerhaft
• KI als Werkzeug kompetent nutzen lernen (Chancen, Risiken und Grenzen)
• klare Regeln für den verantwortungsvollen Einsatz von KI im Unterricht
Schutz vor Cybermobbing und Stärkung der Medienkompetenz
• Präventionskonzepte und Workshops an Schulen – nicht nur reagierend im Krisenfall
• Kooperation mit Schulsozialarbeit, Eltern, Polizei und externen Fachstellen
• Aufklärung zu Cybermobbing, Datenschutz, Social-Media und den Risiken im digitalen Raum
• klare und transparente Ansprechstrukturen vor Ort für Betroffene
1:1-Ausstattung (ein Gerät pro Schüler:in)?
Grundsätzlich ja – wenn es pädagogisch eingebettet und technisch abgesichert ist. Unsere Position:
• Zugang zu einem Gerät für alle Kinder, unabhängig vom Einkommen
• praktikable Modelle (Leihe/Pool/1:1/…) je nach Schulkonzept
• nicht nur Geräte anschaffen, sondern Wartung, Support und Unterrichtskonzepte mitdenken und vorausschauend mitfinanzieren
FDP-Kernpunkt: Digitale Chancengleichheit braucht Verlässlichkeit, nicht nur Förderbescheide.
2.6 Verbesserung von Inklusion – auch beim Schulessen
Für uns ist Inklusion keine Ideologie, sondern eine Frage der besten Lösung für das einzelne Kind. Entscheidend ist, was im Schulalltag wirklich funktioniert. Bauliche und personelle Voraussetzungen für echte Inklusion
• barrierefreie Schulgebäude und Räume schrittweise ausbauen
• bessere Abstimmung zwischen Schule, Jugendhilfe, Trägern und Eltern
• realistische Ausstattung, statt Überforderung der Teams
• Unterstützungsstrukturen vorausschauend denken und verlässlich finanzieren
Schulessen für alle Kinder passend gestalten
Das ist Teil gelingender Inklusion. Konkret:
• verlässliche Allergenkennzeichnung (z. B. Zöliakie, usw.)
• organisatorisch sichere Lösungen bei Unverträglichkeiten
• Angebote für unterschiedliche kulturelle/religiöse Anforderungen – ohne Verbote
• vegetarische und nach Möglichkeit vegane Optionen
• praktikable Abläufe und genug Zeit für Kinder mit Unterstützungsbedarf beim Essen
Bewertung der Personalausstattung (Schulbegleitung/Förderkräfte)
In vielen Bereichen ist die Ausstattung heute aus verschiedenen Gründen nicht ausreichend planbar und nicht ausreichend verlässlich. Deshalb wollen wir:
• vorausschauende und bessere Bedarfsplanung
• schnellere Verfahren
• klare Zuständigkeiten, Flexibilität vor Ort schaffen/ermöglichen
• weniger Bürokratie bei Unterstützungsleistungen
Maßnahmen gegen Ausgrenzung im Schulalltag
• Präventionsarbeit gegen Mobbing und soziale Ausgrenzung
• Schulsozialarbeit stärken, sensibilisieren und Aufmerksamkeit/Achtsamkeit schaffen
• klare Regeln und verlässliche Ansprechpersonen vor Ort
• inklusive Freizeit-, Ganztags- und Essensstrukturen mitdenken
Unser liberaler Ansatz: Teilhabe praktisch ermöglichen – nicht nur politisch in den Raum stellen.
2.7 Verbesserung der mentalen Gesundheit von Lehrkräften und Lernenden
Wer gute Schule will, muss auch die psychische(-n) Belastung(-en) im Alltag ernst nehmen. Das gilt für Kinder und Jugendliche genauso wie für Lehr- und Betreuungskräftekräfte.
Maßnahmen zur Stärkung von Schulsozialarbeit und Schulpsychologie
• Schulsozialarbeit flächendeckend weiterentwickeln, besonders an Grundschulen
• bessere Vernetzung mit Jugendhilfe, Beratungsstellen und Präventionsangeboten
• verlässliche Strukturen statt befristeter Projektlogik
• das Land bei der Schulpsychologie stärker in die Pflicht nehmen
Prävention von Mobbing, Gewalt und digitaler Überforderung
Selbstverständlich und in den Schulalltag integriert. Konkret:
• verbindliche Präventionskonzepte an Schulen – mehr Prävention, statt Reaktion
• Programme zu Mobbing, Gewaltprävention und Medienstress
• Einbindung der Eltern (Medienerziehung beginnt und endet nicht am Schultor)
• schulnahe Unterstützungsangebote, statt nur externer Verweise
Wie kann die Kommune Lehrkräfte unterstützen (trotz Ländersache)?
Lehrkräftepolitik ist Landessache – aber der Kreis/die Kommune kann dennoch viel entlasten. Konkret:
• funktionierende Gebäudeinfrastruktur (Toiletten, Räume, Raumtypen, Lüftung)
• funktionierende IT mit entsprechendem, schnellem Support vor Ort
• verlässliche Ganztags- und Unterstützungsstrukturen
• schnelle Hilfe bei Alltagsproblemen statt zusätzlichem Organisationsstress
Kurz: Weniger Störungen und Beeinträchtigungen im System = mehr Energie für Unterricht.
Multiprofessionelle Teams an Schulen
Wir bewerten sie sehr positiv. Unsere Position:
• multiprofessionelle Teams sind ein zentraler Baustein moderner Schule
• Lehrkräfte sollen im speziellen Rahmen unterrichten können
• Sozialpädagogik, Psychologie und weitere Fachkräfte entlasten und verbessern Qualität
FDP-typisch heißt das: Rollen klar definieren, Zusammenarbeit praktisch organisieren, Wirkung messen.
2.8 Ausbau der Schulen sowie Begrünung und Beschattung
Steigende Schülerzahlen und mehr Hitzeperioden machen klar: Schulbau muss heute mehr können als nur umbaute Quadratmeter schaffen.
Welche Schulbau- oder Erweiterungsprojekte bis 2031?
Die konkrete Projektliste muss im Schulentwicklungsplan verbindlich ausgewiesen werden – mit Zeitplan und Prioritätensetzung. Unsere Forderung:
• bis spätestens 2027: aktualisierter Schulentwicklungsplan mit öffentlicher Prioritätenliste
• transparente Schulentwicklungsplanung unter aktiver Einbeziehung der Schulgemeinden
• anschließend jährlicher Fortschrittsbericht (Planung, Kosten, Baufortschritt) und Controlling
• klare Priorisierung von Ganztagsfähigkeit, Sanierung und Kapazitätserweiterung
Standards bei Neubauten (Energieeffizienz, PV, nachhaltige Baustoffe)
Wir setzen auf wirtschaftliche Nachhaltigkeit, statt (teurer) Symbolpolitik. Konkret:
• hohe Energieeffizienzstandards bei trotzdem wirtschaftlicher Betrachtung
• Prüfung und Nutzung von Photovoltaik auf geeigneten Dächern und nicht symbolisch
• langlebige, wartungsarme Bauweise
• wo sinnvoll: Holz-/Modulbauweise für schnellere Umsetzung und ggfs. Wiederverwendbarkeit
• Lebenszyklus-Kosten immer mitdenken (Bau, Betrieb und Instandhaltung)
Verbindliche Maßnahmen zur Begrünung und Beschattung von Schulhöfen?
• verbindlicher, fortzuschreibender Hitze-Check für Schulstandorte
• mehr Bäume und Begrünung, wo möglich
• feste Verschattungselemente (Segel, stationäre Sonnenschirme, Dächer, Sonnenschutz, …)
• klimaangepasste Schulhofgestaltung mit Aufenthaltsqualität
Hitzresilienz (Kühlkonzepte, Trinkwasserspender, Verschattung)
Das ist kein Luxus, sondern Gesundheitsschutz. Konkret:
• Verschattung von Höfen und Aufenthaltsflächen wo sinnvoll und baulich machbar
• Trinkwasserspender beziehungsweise gesicherte Trinkwasserversorgung in den Schulen
• sinnvolle Lüftungs- und Sonnenschutzkonzepte in Gebäuden
• hitzeangepasste Schulentwicklungsplanung bei Sanierung und Neubau
• Evaluation im Schulalltag
Unser Maßstab ist liberal-pragmatisch: wirksame Maßnahmen mit klarem Nutzen, nicht teure Symbolprojekte.
Unser Grundsatz als Freie Demokraten
Wir wollen Schulen, die im Alltag funktionieren – mit verlässlicher Betreuung, sicheren Schulwegen, funktionierenden Gebäuden, moderner Digitalisierung, echter Inklusion und guten Lernbedingungen. Dafür braucht es:
• klare Zuständigkeiten
• weniger Bürokratie
• Priorität für Bildung im Haushalt
• und eine Politik, die Ergebnisse misst und analysiert, anstatt nur Ankündigungen zu machen



